Compofactur.AnGebot
   Compofactur.InfoThek
   Compofactur.Kompetenz
   Compofactur.Noten
   Compofactur.PhiloSophie
   NeumenKunde
         VerBreitung
         TopoGraphie
         ErForschung
         Begriff & Formeln
         DiaStematie
         Linien
         QuadratNotation
         Klassifizierung
         Familien & UrSprung
   NotenDruck.Geschichte
   MusikVerlagswesen
   MusikTexte
   MusikZitate
   Noten.BankNoten
   Noten.BriefMarken
   Noten.CD-/LP-Covers
   Noten.Münzen
   Lexikon
   LinkListe
   LiteraturTips
   PapierFormate
   Sibelius SoftWare
   AGB
   F.A.Q.
   TitelSchutz

Universale NeumenKunde
 

Die NeumenForschung (NeumenKunde) begann Ende des 19. Jahrhunderts n.Chr. Sie hat sich verhältnismäßig schnell spezialisiert und in getrennte ForschungsZweige verteilt. Eine »Universale NeumenKunde« vertritt dagegen Prof. Dr. Dr. hc. mult. Constantin Floros von der Universität Hamburg.*

Seine systematischen, komparatistischen (vergleichenden) Studien der gregorianischen und der byzantinischen Melodien, Phrasen, Kadenzen, Formeln, Figuren sowie der Namen (Onomasiologie), Formen (Paläographie) und Bedeutungen (Semasiologie) korrespondierender lateinischer und paläobyzantinischer Neumen brachten ein völlig neues Licht in die NeumenForschung.

Dabei konnte Floros nicht nur zahlreiche Bezüge zwischen den einzelnen Klöstern nachweisen, sondern gleichermaßen zeigen, daß die Neumen der römischen Kirche sowie der byzantinischen OstKirche weitaus mehr Gemeinsamkeiten aufweisen, als es Rom sozusagen vielleicht ›recht‹ sein könnte. Genauer gesagt: Die ChoralNotation der römischen Kirche wurde direkt aus Byzanz übernommen.

Stammen auch die ältesten überlieferten Quellen lateinischer Neumen erst aus dem 9. Jahrhundert n.Chr., so kam Floros zu dem Ergebnis, daß die ersten erhaltenen bereits im 7./8. Jahrhundert n.Chr. entstanden sein müssen. Dies aufgrund der Beobachtung, daß die Neumen zu diesem ZeitPunkt schon viel zu elaboriert waren, was ergo ausschließt, diese als Neumen im AnfangsStadium zu betrachten. Zudem stammen die ersten griechischen ManuSkripte mit ekphonetischer Notation aus dem 8. Jahrhundert n.Chr.


* Constantin Floros (1961): Das mittelbyzantinische Kontakienrepertoire. Untersuchungen und kritische Edition, drei Bände, HabilitationsSchrift (TypoSkript), Hamburg 1961; Constantin Floros (1965/67): Die Entzifferung der Kondakarien-Notation, in: Musik des Ostens III (1965), S. 7-71 und Musik des Ostens IV (1967), S. 12-44; Constantin Floros (1970): Universale Neumenkunde, drei Bände, Kassel 1970; Constantin Floros (1980): Einführung in die Neumenkunde, Wilhelmshaven 22000

AnMerkung: Die kurzen Ausführungen über Neumen basieren auf den ForschungsErgebnissen von Professor Floros.

Weiter...

 

 
 Für einen Lexikon Aufruf bitte Text markieren   Drucken 
 
 
Letzte Aktualisierung: 04.12.08
Visit: www.sheetmusicplus.com
de en