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Das Guidonische LinienSystem
 
Von entscheidender Bedeutung für die EntWicklung unserer heutigen NotenSchrift war die AusBildung des LinienSystems zur Regelung der TonHöhen. Die liniierten Neumen wurden dadurch auch leichter erlernbar. Der BenediktinerMönch Guido von Arezzo (um 992-um 1050) gilt allgemein als ›Erfinder‹ des LinienSystems. Er hat jedoch nur systematisiert, was zuvor bereits ausgebildet war.

Schon im 9./10. Jahrhundert n.Chr. wurden Linien in einzelnen HandSchriften verwendet. Guidos Verdienst liegt allerdings darin, daß er ein neues System von zwei bis vier Linien im TerzAbstand entwickelte. Jede Linie und jeder ZwischenRaum bezeichneten einen Ton. Zunächst gab es zwei Linien: die rote f-Linie und die gelbe c-Linie.

Trotz der schnellen Ausbreitung des Guidonischen LinienSystems auf Frankreich, England, Lothringen und Aquitanien, behielten die einzelnen RegionalNotationen gewisse Eigenheiten bei. In die bretonischen und altspanischen Neumen ist das LinienSystem allerdings nicht mehr eingeflossen; sie verschwanden gegen Ende des 11. Jahrhunderts n.Chr. Die Schweiz und Deutschland haben die Linien nur zögernd übernommen. Erst im 14. Jahrhundert n.Chr. wurden etwa im Kloster Einsiedeln die GesangBücher auf Guidonische Notation umgeschrieben, und in St. Gallen benutzte man noch im 15. Jahrhundert n.Chr. die linienlosen Neumen.

 
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Letzte Aktualisierung: 04.12.08
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